Mobility Facts & Hacks

Was ist „mobility“?

  • Flexibilität/Flexibilityist der Bewegungsspielraum, den das Gewebe um deine Gelenke (Bänder, Kapsel, Muskel usw.) zulässt, ohne zu reißen – auch „passive Beweglichkeit“ genannt.
  • Mobilität/Mobility ist der Bewegungsbereich, den du aktiv nutzen kannst, ohne irgendeine äußere Kraft (Dehnpartner, Band, Wand, Schwerkraft, Schwung o.ä.) – man könnte auch sagen „aktive Beweglichkeit“.

Mobilität = Flexibilität + Kraft

Optimale Flexibilität

Super beweglich oder flexibel zu sein ist nicht immer das Beste! Stattdessen solltest du dein individuelles Optimum an Beweglichkeit anstreben.

Das Problem mit einer zu hohen Flexibilität ist, dass deine Gelenke instabil und damit verletzungsanfälliger werden können. Ein Mangel an Flexibilität dagegen, kann zu Muskelzerrungen führen. Beide Situationen sind nicht erstrebenswert.

Picture of stretching in a street in Munich
Um zu entscheiden, welcher Beweglichkeitsgrad für dich am besten funktioniert, solltest du überlegen, wie viel Bewegungsspielraum du brauchst. Betrachte deinen Alltag und achte darauf, ob du manchmal irgendwelche Schmerzen oder Beschwerden hast. Ansonsten solltest du natürlich in der Lage sein, deinen Sport oder Bewegung ohne Verletzungsrisiko auszuüben.

Wenn du an deiner Beweglichkeit arbeitest, achte darauf, auch die Kraft der entsprechenden Muskeln in den Endbereichen zu trainieren. Dies sorgt für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Flexibilität und Kraft. Gleichzeitig macht es die gewonnene Bewegungsweite umso nützlicher, je besser du sie kontrollieren kannst 🙂

Warm up

Wenn der Schwerpunkt deiner Trainingseinheit auf deiner Beweglichkeit liegt oder du dynamische Dehnungen durchführen möchtest, solltest du deinen Körper angemessen vorbereiten. Falls du Dehnungen „mal zwischendurch“ machen möchtest, kannst du auf ein Warm-up verzichten. Bedenke aber dann stets erst vorsichtig anzutesten, wie du dich fühlst und wie dein Körper auf die Übung reagiert. Betrachte es eher als eine Art Erforschung deines aktuellen Bewegungsumfangs.

Consistency is key

Dehne oder bewege dich, so oft du kannst. Wenn möglich ~5 Tage pro Woche. Starte aber mit kurzen und leichten Sitzungen, um deinen Körper daran zu gewöhnen. Am Ende zählt die Gesamtzeit, die du während einer Woche mit Stretching verbracht hast mehr, als die Zeit eines einzelnen Trainings.

Listen to your body & Breathe

Achte auf deine Atmung. Spüre die verspannten Bereiche und versuche, während dem Ausatmen die Spannung zu lösen.

Switch things up

Bring Abwechslung in dein Training. Probiere verschiedene Winkel/Übungen/Richtungen aus; erkunde, wie dein Körper sich bewegen kann, welche Richtungen sich mehr oder weniger angespannt anfühlen

Use it or lose it

Wenn du keine Zeit zum Dehnen hast, versuche, deine Bewegungsspielräume im Laufe des Tages zu nutzen/zu testen, um deinen Körper/Gehirn daran zu erinnern, dass du sie noch brauchst.

Mögliche Gründe, wieso du nicht beweglicher wirst

  • Du bist nicht konsequent genug – verbringst du genug Zeit mit jeder Übung verteilt über mehrere (~5) Tage in der Woche?
  • Du bist im Übertraining – gib deinem Körper eine Pause, nimm dir ein paar Tage frei, bevor du langsam wieder anfängst.
  • Du entspannst dich nicht – spüre die Verspannungen, atme ein – atme aus und versuche „loszulassen“
  • Deine Kapsel ist zu fest – es gibt verschiedene Methoden, um daran zu arbeiten; schreib mir auf Instagram oder schick mir eine E-Mail für weitere Informationen!
  • Du bist zu ungeduldig – Bleib ruhig – Flexibilität braucht Zeit.
  • Deine Anatomie lässt die Bewegung nicht zu – Jeder Mensch ist anders – jeder Knochen, jedes Gelenk, jeder Muskel ist anders. Respektiere das, aber benutze es nicht voreilig als Ausrede 😉

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